Staubfrei entladen

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Mit Zement beladene Schiffe können mit einer pneumatischen Anlage staubfrei entladen werden. Die Van Aalst Gruppe ist spezialisiert in mobile Selbstentlader und Entladesysteme, die auf Zementträgern installiert sind. Die Anlagen sind immer mit TBMA-Verladebalge  ausgestattet, um den staubfreien Produkttransfer zu gewährleisten.

 


Mit einer pneumatischen Entladeeinrichtung können Schiffsladungen von Zement effizient und staubfrei in Silos übertragen werden. Diese Einrichtungen können mit einer Verladebalge ausgestattet werden, die in der Lage ist, Lkw und / oder Triebwagen zu füllen.

 

Wenn in ein Hafen nur gelegentlich ein Zementschiff anlegt, muss es nicht unbedingt mit einem On-Shore-pneumatischen Entladesystem mit Verladebalg ausgerüstet sein. In dieser Situation ist es besser, wenn das Schiff selbst mit einer Entladeanlage ausgestattet ist. Diese Schiffe sind besonders nützlich, da sie überall auf der Welt segeln können und in Häfen anrufen, denen die entsprechende Infrastruktur zum Entladen von Zement fehlt.


Pneumatische Entladesysteme
Pneumatische Entladesysteme können auf Schiffen von 2.000dwt installiert werden, sind aber besonders interessant  für Zementträger bis zu 30.000 Tonnen . Entladungskapazitäten reichen  von 100tph (Tonnen pro Stunde) bis 1200tph. Unternehmen wie Novalgoma, die Zementträger mieten, rüsten deshalb ihre (neuen) Schiffe oft mit Anlagen von Van Aalst aus. Die Van Aalst Gruppe BV ist seit den 1970er-Jahren im Engineering und Bau von pneumatischen Handling Systemen für die Selbstentladung von Zementträgern tätig. Die entsprechenden Verladebalge werden von TBMA entworfen und ausgeliefert.

 

Zementträgern
In Zementträgern ist die Ausrüstung für pneumatische Entladung in einem Maschinenraum zwischen zwei Laderäumen des Schiffes angeordnet. In beiden Räumen befindet sich eine Saugleitung, die am Boden des Laderaums endet. In dem Rohr der Saug üse ist eine Einrichtung zum Mischen des Zements mit Luft angeordnet, so daß das Pulver leicht in die Transportgefäße eingesaugt werden kann. Um den Verschleiß im Saugrohr zu minimieren, ist die Radius des  Bogen großer als das Siebenfache des Radius des Rohrdurchmessers und behalten den ganzen Durchmesser über die gesamte Länge bei.

Die Länge und der Durchmesser der Saugdüse bestimmen die erforderliche Vakuumkapazität. Der flache Boden wird belüftet, um das Produkt zu verwirbeln, um sicherzustellen, dass das letzte Zementpulver in das Mundstück des Saugrohres fließt.

 

Transportgefäße
Die Transportgefäße  im Maschinenraum werden zuerst gefüllt und dann leer gedrückt. Eine Vakuumpumpe entleert zuerst Tank 1. Dann öffnet sich ein mit dem Saugrohr verbundenes Ventil, so dass ein Gemisch aus Zement und Luft in das Gefäß angesaugt werden kann. Die Luft entweicht an der Oberseite des Gefäßes durch einen Staubfilter; das  Zement bleibt als Folge der Schwerkraft im Gefäß. Die Zementmenge im Kessel wird durch eine Niveausonde überwacht. Sobald Gefäß Eins voll ist, schaltet das System automatisch mehrere Ventile um, so dass Gefäß Zwei gefüllt ist. Bei der Befüllung dieses Gefäßes  wird Gefäß Eins mit Hilfe eines Kompressors entleert. Durch abwechselndes Umschalten vom Saugen und Pressen beider Gefäßer wird ein kontinuierlicher Produktstrom erreicht. Der Zement wird durch ein Rohrsystem in einen Verteiler gedrückt, wo eine Verbindung zu einem Speicher wie einem Silo (oder einem anderen Schiffsraum) hergestellt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, das Zementsilo in einen Puffer auf dem Schiffsdeck zu blasen. Von dort aus kann es über den staubfreien TBMA Verladebalge in Triebwagen oder Silowagen an Land gebracht werden.

 

TBMA'S VERLADEBALGE
Van Aalst stattete die pneumatischen Entladesysteme verschiedener Zementträger mit unseren Verladebalge aus. Die Entladekapazität des Entladesystems ist groß genug, um gleichzeitig zwei Verladebalge zu aktivieren. Beispielsweise ist ein Zementträger von Novalgoma mit einem Tandemsystem versehen. Beide Verladebalge, die in einem festen Abstand montiert sind, um LKW  staubfrei beladen zu können. Die Ausläufe sind mit Füllstandssensoren zur Überwachung des Produktniveaus versehen.

 

TRACKING SYSTEM
Dieses Tracking-System ist vollautomatisiert, um gleichzeitig verschiedene Effekte berücksichtigen zu können. Der Anstieg des Schiffes während der Entladung (weil das Schiff leichter ist) und der Anstieg des Produktniveaus während des Ladens. Dieses System ist auch anspruchsvoll genug, um Füllstandsänderungen zu kompensieren, die auf die Gezeitenbewegung zurückzuführen sind. Eine Höhendifferenz von bis zu 7m kann durch die Beladebalge überbrückt werden, um einen staubfreien Transport unter allen Bedingungen zu gewährleisten. Jeder Beladebalge hat sein eigenes Entstaubungssystem, das den Staub zurück in den Hauptproduktstrom fördert, um sicherzustellen, dass kein Produkt verloren geht.


OFFSHORE SUPPLY SCHIFFE
Das Prinzip der pneumatischen Förderung ist so interessant, dass nicht nur Zementträger mit diesen Anlagen ausgerüstet sind. Van Aalst zum Beispiel stellt sie auch für Offshore-Versorgungsschiffe (OSVs) bereit, die Zement zu Ölplattformen auf See liefern.  OSVs haben eine relativ geringe Kapazität, so dass es möglich ist, Druckbehälter zu verwenden und es mit Hilfe eines ausschließlich Überdrucksystems (also ohne die Verwendung von Vakuumtechnologie) zu transportieren. Die begrenzte Übertragungskapazität dieser Schiffe ist kein Nachteil. Die relativ kurzen Abstände von den Häfen zu den Plattformen ermöglichen es, diesen Shuttle-Service zu pflegen.

 

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